Global bedeutende Pharma-Forschung
Abbott unterhält in Ludwigshafen in Deutschland einen vollintegrierten Forschungs- und Entwicklungsstandort für Arzneimittel. Von der Suche nach neuen Wirksubstanzen über die präklinische und klinische Entwicklung bis zur Zulassung und Produktion innovativer Arzneimittel wird die gesamte pharmazeutische Wertschöpfungskette hier abgedeckt.
Ludwigshafen spielt eine zentrale Rolle innerhalb der globalen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von Abbott: Rund 800 der knapp 2.000 Mitarbeiter am Standort arbeiten daran, moderne Arzneimittel zu erforschen und zu entwickeln. Damit ist Ludwigshafen zweitgrößter F&E-Standort von Abbott weltweit. Hohe Investitionen in modernste Anlagen und Labore sowie neue Arbeitsplätze haben zu einem kontinuierlichen Ausbau der F&E-Aktivitäten in den letzten Jahren geführt.
Unsere F&E-Aktivitäten in Ludwigshafen
Schwerpunkt ZNS-Forschung
Für die präklinische Forschung bei Erkrankungen des Zentralen Nervensystems (ZNS) ist Ludwigshafen ein globales Abbott-Kompetenzzentrum. Wir betreiben Suchforschung für neue Präparate zur Behandlung psychiatrischer Leiden wie Schizophrenie, Depression oder Aufmerksamkeitsstörungen. Darüber hinaus suchen wir nach Wirkstoffen für innovative Therapien gegen neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer, Multiple Sklerose oder auch Rückenmark- und Hirntrauma. Das Ziel sind Arzneimittel, die nicht nur Symptome behandeln, sondern den Krankheitsverlauf stoppen. Unsere Erfolgsfaktoren sind die hohe wissenschaftliche Expertise in Ludwigshafen, die enge Kooperation mit Forschern von Abbott weltweit, u.a. in Chicago und Worcester (USA), die exzellente Unterstützung durch die Standortteams für präklinische Sicherheit oder pharmazeutische Entwicklung sowie die Zusammenarbeit mit renommierten Wissenschaftlern an Universitäten und klinischen Einrichtungen.
Entwicklung von Biologika
Maßgeschneiderte Nachbildungen körpereigener Substanzen, sogenannte Biologika, haben einen radikalen Wandel bei der Behandlung von Autoimmunerkrankungen bewirkt. Neue Therapieformen wie monoklonale Antikörper können erstmals gezielt in Entzündungsprozesse etwa bei rheumatoider Arthritis, Morbus Bechterew, Morbus Crohn oder Psoriasis-Arthritis eingreifen. In Ludwigshafen erforschen und entwickeln wir innovative Biologika für Autoimmunerkrankungen wie Psoriasis sowie neue Darreichungsformen für biologische Wirkstoffe. Dazu zählen etwa Injektionslösungen in Durchstichflaschen oder auch innovative Fertigspritzen.
Pharmazeutische und analytische F&E
Bei Abbott suchen und erforschen wir neue Wirkstoffe und entwickeln Arzneimittel auf der Basis eines systematischen, mehrstufigen Prozesses. Unser Bereich „Pharmazeutische und Analytische F&E“ in Ludwigshafen ist an fast allen Phasen der Entwicklung von neuen Präparaten in der globalen Abbott-Organisation beteiligt. Das umfasst Aktivitäten rund um die Entdeckung neuer Arzneimittelkandidaten bis zur Übergabe des fertigen Medikaments an die Produktionsabteilungen.
Präklinische Prüfung neuer Wirkstoffe
Wird ein neuer Wirkstoff von unseren Wissenschaftlern identifiziert, durchläuft er umfangreiche Tests. In Laborversuchen werden Wirksamkeit und Unbedenklichkeit geprüft. Die Biologen, Toxikologen, Pharmakologen und Chemiker dieser Einheit ermitteln mittels isolierter Rezeptoren und Zellen sowie durch Tierversuche, wie der Mensch auf den Wirkstoff reagieren könnte. Getestet wird, welchen Einfluss die Substanz auf die Körperfunktionen sowie das -gewebe hat und welche Mengen wirksam sind. Darüber hinaus wird die Verträglichkeit der Substanz sowie die Verteilung und der Abbau im Organismus untersucht.
Herstellung klinischer Prüfmuster
Um einen neuen Wirkstoff am Menschen erforschen zu können, muss er als geeignete Arzneiform vorliegen. In Ludwigshafen planen und organisieren wir Prüfmuster für klinische Zentren in der ganzen Welt. Dieser Prozess der pharmazeutischen Technologie läuft bei Abbott parallel zur klinischen Forschung. Denn in den klinischen Studien der Phase I und II werden die optimale Dosis sowie Arzneiform in der Regel erst noch gefunden. In der EU müssen im Übrigen alle Prüfpräparate für klinische Studien nach den Regeln der „Good Manufacturing Practice“ produziert werden. Das sind international anerkannte, nach ethischen und wissenschaftlichen Aspekten aufgestellte Grundsätze.
Die klinische Forschung und Entwicklung
Das klinische Entwicklungszentrum in Ludwigshafen ist wichtige Basis für neue Medikamente von Abbott: Im Kern kümmern sich die Experten darum, dass neue Arzneimittel in klinischen Studien geprüft werden. Derzeit besteht das Entwicklungszentrum aus vier Einheiten: Das „Klinische Koordinierungszentrum“ führt klinische Studien der Phasen II bis IV weltweit durch. Das „Europäische Zentrum für Statistik und Datenmanagement“ hilft bei der Planung und Auswertung der Studien. Die „Supportgruppe für Globale Projektteams“ betreut Studien außerhalb der USA und formuliert klinische Entwicklungsstrategien. Die Einheit „Globale Unterstützung für Arzneimittel“ unterstützt die Vermarktung neuer Medikamente durch wissenschaftliche Beiträge oder bei Zulassungsverfahren.
Globaler Sitz von SOLIQS
SOLIQS ist der weltweit tätige „Drug Delivery Geschäftsbereich“ von Abbott und auf die Erforschung und Entwicklung von neuen pharmazeutischen Formulierungen spezialisiert. SOLIQS hat seinen Sitz in Ludwigshafen. Der F&E-Fokus liegt auf der Verbesserung oraler Bioverfügbarkeit von schwer löslichen Wirkstoffen sowie der Entwicklung von Formulierungen mit gezielter Wirkstofffreisetzung im menschlichen Körper. SOLIQS hat in den letzten Jahren eine Reihe von patentgeschützten Technologien entwickelt, für die im Bereich der Arzneimittelentwicklung ein stark zunehmender Bedarf besteht. Mehr unter www.soliqs.com

