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Tausende Tests sind nötig
Von der Idee zum Medikament
  1. 1 Eine Idee nimmt Gestalt an
  2. 2 Tausende Tests sind nötig
  3. 3 Die richtige Dosis bestimmen
  4. 4 Die Kunst der optimalen Form
  5. 5 Was der Körper mit dem Wirkstoff macht
  6. 6 Die Zulassung wird beantragt

Tausende Tests sind nötig

Forschende Gesundheitsunternehmen wie Abbott gehen bei Suche nach neuen Arzneimitteln Schritt für Schritt vor. Ist ein neuer Wirkstoff identifiziert – Fachleute sagen dazu „Hit“ – muss dieser in Tierversuchen getestet werden. Dabei werden vor allem Wirksamkeit und Unbedenklichkeit geprüft. Alle Vorhaben werden gemäß den geltenden Tierschutzgesetzen angezeigt oder genehmigt. Die Durchführung der Tierversuche wird durch den Tierschutzbeauftragten und die Aufsichtsbehörden überwacht. Von ursprünglich mehreren Dutzend erfolgversprechenden Kandidaten (Leitstrukturen) bleiben nach Tierversuchen selten mehr als zehn bis 20 Substanzen noch übrig.

Warum Tierversuche?

Beim Thema Tierversuche gelten für Abbott höchste ethische Maßstäbe. Unsere Programme und Einrichtungen, die mit Tierversuchen zu tun haben, halten sich strikt an die behördlich vorgeschriebenen Bestimmungen oder gehen sogar darüber hinaus.

Auf Tierversuche kann kein forschender Arzneimittelhersteller verzichten. Darauf weisen die forschenden Pharma-Unternehmen in Deutschland (vfa) hin: Zwar lassen sich viele Fragen zu einem neuen Wirkstoff inzwischen mit Bakterien, Zell- und Gewebekulturen, isolierten Organen oder Reagenzglastests klären. Doch sind all diese Testsysteme nicht imstande, das komplexe Zusammenspiel aller Teile des lebenden Körpers nachzuahmen. Das aber ist wichtig, um alle Effekte eines Wirkstoffs zu erkennen, ehe er beim Menschen angewendet wird. Ein großer Teil der Tierversuche ist zudem gesetzlich vorgeschrieben.

Behörden, Pharmaunternehmen und Tierschutzorganisationen suchen gemeinsam nach Wegen, die Zahl der Versuche zu verringern, ohne die Patienten-Sicherheit zu beeinträchtigen. So ist Abbott Mitglied der EPAA, einer gemeinsamen Initiative der Europäischen Kommission und einer Reihe großer Unternehmen und Handelsverbände, und unterstützt damit aktiv die Entwicklung von Alternativmethoden auf EU-Ebene. Zudem hat Abbott mit seinem sogenannten „Alternatives Committee“ ein Gremium aus internationalen Forschern und Tierärzten eingerichtet. Nach dem 3V-Prinzip hat dieses Gremium den Auftrag, systematisch Möglichkeiten zur Verbesserung der Versuchsmethoden, zur Verringerung des Einsatzes von Labortieren und zur Vermeidung von Tierversuchen zu entwickeln.

Substanz zwischen Wirkung und Nebenwirkung

Die sogenannte präklinische Phase leitet die Entwicklungsstufe eines Medikaments ein. Dieser Abschnitt dauert etwa ein Jahr und beinhaltet detaillierte sicherheitspharmakologische und toxikologische Untersuchungen. Jede Prüfung muss nun internationalen Vorgaben folgen, die die Risiken für Menschen so weit wie möglich ausschließen. So wird zum Beispiel untersucht, wie bestimmte Organe beziehungsweise Organfunktionen auf die Substanz reagieren. Zudem wird vorher ermittelt wie die Substanz pharmakodynamisch am Wirkort reagiert. Allmählich fügen sich so vielfältige Puzzleteile zu einem verlässlichen Bild über die Substanz und ihre Wirkung zusammen.

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