Prostatakrebs
Gerne informieren wir Sie über Prostatakrebs. Lesen Sie häufige Fragen und Antworten.
Was ist Prostatakrebs?
Der Prostatakrebs, kurz PCa, ist eine bösartige Tumorerkrankung. Sie geht vom Drüsengewebe der Vorsteherdrüse (Prostata) aus. PCa ist eine der häufigsten Krebsarten bei Männern im Alter über 50 Jahren.
Was sind Symptome?
Im Frühstadium lassen sich keine Symptome erkennen. Schreitet die Krankheit voran können Blasenentleerungsstörungen, Knochenschmerzen, Gewichtsverlust und Blutarmut auftreten. Wird die Diagnose erst gestellt, wenn bereits Symptome aufgetreten sind, hat häufig schon eine Metastasierung stattgefunden, vor allem in die lokalen Lymphknoten oder in das Skelett.
Lässt sich Prostatakrebs behandeln?
Eine Behandlung mit Aussicht auf Heilung ist möglich, wenn das entartete Gewebe die Organgrenzen noch nicht überschritten hat und keine Metastasen vorliegen. Die Krankheit ist aber nicht notwendigerweise tödlich. Etwa 20 bis 40 Prozent der diagnostizierten Fälle verlaufen ohne Schmerzen und schreiten sehr langsam fort. Für diese Patienten ist es unwahrscheinlich, dass klinische Symptome oder Komplikationen auftreten, so dass nicht der Prostatakrebs die Todesursache vieler Männer ist.
Wie wichtig ist Früherkennung?
Bei einer frühzeitigen Krebserkennung besteht nicht nur eine sehr gute Heilungschance, sondern auch die Chance einer normalen Lebenserwartung. Ab dem 45. Lebensjahr sollte jeder Mann im Rahmen der jährlichen Vorsorgeuntersuchung die Prostata untersuchen lassen.
Mein Urologe will bei mir den PSA-Wert bestimmen. Was bedeutet das?
Neben der rektalen Tastuntersuchung ist die Blutuntersuchung, der so genannte PSA-Test, eine gängige Diagnosemethode. Dabei wird geprüft, in welcher Menge ein bestimmtes Eiweiß, das nur in der Prostata gebildet wird, im Blut vorkommt. Dieses Eiweiß – das prostataspezifische Antigen, PSA – kommt in niedrigen Mengen zwar auch bei Gesunden vor. Ist der PSA-Wert jedoach über einen längeren Zeitraum erhöht, besteht der Verdacht auf ein Prostatakarzinom.
Wann muss eine Biopsie erfolgen?
Die letzte Gewissheit über die Diagnose liefert die Biopsie. Ausgehend von den vorangegangenen Untersuchungen wird der Arzt mit Ihnen entscheiden, ob eine Biopsie durchgeführt werden soll. Dabei wird mit einer feinen Nadel der Prostata Gewebe entnommen, das anschließend mikroskopisch untersucht wird. Die Ergebnisse sagen dem Arzt auch etwas über den Grad der Bösartigkeit des Krebses.
Wie geht es weiter?
Wenn die Diagnose „Krebs“ gestellt worden ist, muss ein ausführliches Beratungsgespräch mit dem Arzt stattfinden. Dabei werden Befund, therapeutische Möglichkeiten und Behandlungsschritte erläutert. Ziel ist es, die am besten geeignete Behandlungsstrategie festzulegen.

