Vitamin-B12-Mangel
Gerne informieren wir Sie über Vitamin-B12-Mangel. Lesen Sie häufige Fragen und Antworten.
Warum sollte der Vitamin-B12-Status bestimmt werden?
Vitamin B12 erfüllt wichtige Funktionen bei der Bildung roter Blutzellen, beim Eiweißstoffwechsel und im Nervensystem. Außerdem unterstützt Vitamin B12 das Zellwachstum, die Zellteilung und trägt zur Regenerierung der Schleimhäute bei. Zusammen mit Folsäure stellt es einen so genannten Kofaktor für den Abbau von Homocystein dar, das heute als eigenständiger Risikofaktor für Arterienverkalkung und deren Folgeerkrankungen wie Schlaganfall und Herzinfarkt gilt. Ein ausreichender Vitamin B12-Status kann also das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen verringern.
Wie viel Vitamin B12 brauchen wir?
Der menschliche Körper benötigt etwa drei Mikrogramm Vitamin B12 pro Tag. So viel sollte auch mit der Nahrung aufgenommen werden. Hauptquellen sind tierische Produkte wie Leber, Fleisch, Fisch, Eier oder Milch.
Wie macht sich eine Mangelerscheinung bemerkbar?
Typisch sind verminderte Leistungsfähigkeit, Müdigkeit, Kurzatmigkeit, Übelkeit, erhöhte Infektneigung. Das sind allerdings recht unspezifische Anzeichen. Das klassische Symptom, die Anämie (Blutarmut), zeigt sich häufig gar nicht. Hingegen können neuropsychiatrische Symptome erste Warnsignale sein. Dazu zählen Angst, Depression, Aggressivität, Konzentrationsschwäche, Nervenschmerzen, Kribbeln an Händen und Füßen.
Zeigt sich der Mangel eher schnell?
Nein, aufgrund des eher geringen Bedarfs und der hohen Speicherkapazität der Leber ist ein Vitamin-B12-Mangel mit klarer Symptomatik selten. Das ist aber auch der Grund dafür, dass das Problem oft nicht erkannt wird und sich auch die Folgen nur schleichend zeigen.
Wer sind Risikopersonen?
Häufig leiden ältere Menschen mit Magenschleimhautschwund und Personen mit massiven Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts an einem Vitamin-B12-Mangel. Risikogruppen sind ebenso Menschen, die regelmäßig Medikamente wie Antibiotika und Blutgerinnungshemmer einnehmen sowie Schwangere und Stillende, Raucher sowie Alkoholiker.
Wie kann der B12-Status ermittelt werden?
Als frühester Status-Marker gilt ein erniedrigter so genannter HoloTC-Spiegel (Aktiver Vitamin B12-Spiegel). In der Labormedizin werden zudem die folgenden Marker verwendet: Gesamt-Vitamin-B12, Methylmalonsäure (MMA) sowie Homocystein.
Wie wird die Bestimmung des Aktiven Vitamin B12 durchgeführt?
Der innovative Bio-Marker steht als automatisierter Test zur Verfügung. Dafür muss der Arzt lediglich eine Blutprobe nehmen und zur Laboruntersuchung senden.
Wie ist ein Vitamin-B12-Mangel therapierbar?
Der Zustand ist gut zu behandeln. Je nach Ursache ist die Beseitigung per orale Substitution oder über eine Injektionstherapie einfach und kostengünstig möglich.
Wird der Test von Krankenkassen bezahlt?
Die gesetzlichen Kassen tragen die Laborkosten für die Bestimmung des Aktiven Vitamin B12 in der Regel nicht. Diese Kosten müssen Patienten daher in der Regel selbst übernehmen.