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Wie molekulare Diagnostik funktioniert

Wie molekulare Diagnostik funktioniert

Krankheitserreger wie Bakterien, Viren oder Pilze, die Infektionen verursachen, besitzen ihr eigenes Erbgut (DNA oder RNA), das im Menschen nicht vorkommt. Diese Unterschiede nutzt die Molekulare Diagnostik aus, um die Erreger nachzuweisen. Zudem können Resistenzen von Krankheitserregern gegen bestimmte medikamente festgestellt werden. Auch bei Erbkrankheiten oder manchen Krebserkrankungen treten Veränderungen in der Erbsubstanz auf. Für die Untersuchung brauchen Labore nur ein wenig Blut oder kleinste Gewebeproben der Patienten.

Viele der heute üblichen Verfahren der Molekulardiagnostik basieren auf dem Prinzip der Polymerase-Ketten-Reaktion (PCR). Dabei werden gezielt beispielsweise die für einen Krankheitserreger typischen Abschnitte der Erbsubstanz vermehrt, um sie anschließend besser detektieren zu können. Das heißt: Es wird untersucht, ob bestimmte DNA-Abschnitte in der Probe vorhanden sind oder fehlen.

Das Ergebnis zeigt, ob eine Virus- oder Bakterieninfektion vorliegt oder auch ob bei Erregern Resistenzen gegen Medikamentengruppe vorhanden sind. Behandelnden Ärzten und Patienten bringt die Molekulare Diagnostik fünf klare Vorteile:


Behandelnden Ärzten und Patienten bringt Molekulare Diagnostik fünf klare Vorteile

  • Frühere Diagnose: Das rechtzeitige Erkennen einer Erkrankung ist oft für den Erfolg der Therapie entscheidend.
  • Exakte Ergebnisse: Mit modernen Molekularmethoden lassen sich selbst kleinste Mengen von Erreger nachweisen.
  • Vielfältige Erkenntnisse: Per Molekulardiagnostik lassen sich Mikroorganismen nachweisen, die sich im Labor für weitere Tests oft nur schwer oder gar nicht heranzüchten lassen.
  • Therapiebegleitung: Es lassen sich mit dieser Diagnostik Aussagen machen, ob eine Krankheit ausgeheilt ist oder unbemerkt fortschreitet.
  • Therapieverlauf: Mit Molekulartests lässt sich feststellen, ob Resistenzen etwa gegen bestimmte Antibiotika bestehen.