Abbott - Therapiegebiet Bluthochdruck
Mit verschiedenen Präparaten unterstützt Abbott die Behandlung der arteriellen Hypertonie. So sorgen unsere Wirkstoffe aus der Gruppe der sogenannten AT1-Antagonisten (Angiotensin- Rezeptorblocker) oder der zentral angreifenden Alpha-2-Rezeptoragonisten dafür, dass sich ein erhöhter Blutdruck wieder normalisieren kann. Die Abbott-Medikamente gegen Bluthochdruck sind verschreibungspflichtig, und die Anwendung bedarf einer regelmäßigen ärztlichen Kontrolle.
Bluthochdruck: oft lange Zeit unbemerkt
Bluthochdruck kann gefährlich sein, denn er ist ein wichtiger Risikofaktor für Herz-Kreislauferkrankungen. Durchblutungsstörungen am Herzen und Nierenschäden sind nur einige der möglichen Folgen, wenn erhöhte Blutdruckwerte nicht behandelt werden. Das Problem bei Bluthochdruck: Beschwerden oder Schmerzen gibt es anfangs kaum, lange fühlen sich Erkrankte scheinbar gut und fit. Doch ein anhaltend hoher Blutdruck in den Blutgefäßen kann über Jahre schleichend Gehirn, Herz, Augen oder Nieren schädigen. Morgendliche Kopfschmerzen, Ohrensausen, Schwindel oder Nasenbluten können erste Anzeichen für einen erhöhten Blutdruck sein und sollten ernst genommen werden.
Bluthochdruck ist überaus häufig. 2006 waren in Deutschland etwa 30% der Frauen und Männer zwischen 40 und 64 Jahren davon betroffen. Mit steigendem Alter nimmt das Risiko weiter zu. In der Altersgruppe ab 65 Jahren hatte 2006 schon jede zweite Person erhöhte Werte. Aber auch junge Menschen können an Bluthochdruck leiden. Bei den 18- bis 39-Jährigen waren ca. 10% betroffen.
Ursachen
In den meisten Fällen ist die Ursache des Bluthochdrucks unbekannt. Man spricht dann von primärer oder essentieller Hypertonie. Allerdings kann eine ungesunde Lebensführung mit Rauchen, Übergewicht und Alkohol sowie ungesunder Ernährung und zu wenig Bewegung die Entwicklung von Bluthochdruck begünstigen. Daneben werden auch verschiedene genetische Faktoren diskutiert, da bei Patienten mit Bluthochdruck oft auch Familienangehörige erhöhte Werte haben. Findet man Gründe für Bluthochdruck, spricht man von einer sekundären Hypertonie. Hierzu gehören z. B. Nierengefäßverengungen oder hormonelle Störungen wie eine Überfunktion der Schilddrüse. Manchmal kommt es auch zu einer vorübergehenden Erhöhung des Blutdrucks. Ursache kann hier z. B. die Einnahme bestimmter Medikamente sein.
Krankheitsbild
Hoher Blutdruck an sich macht oftmals gar keine Probleme oder verursacht lediglich unspezifische Beschwerden. Hypertoniker fühlen sich meist fit und gesund. Typische Anzeichen für erhöhte Werte können Kopfschmerzen sein, aber auch Ohrensausen, Übelkeit und Schwindel. Ist der Blutdruck extrem erhöht, kann es zu Luftnot, Brustschmerzen oder Sehstörungen kommen. Einen Notfall stellt die hypertensive Krise dar. Hier ist der Blutdruck derart erhöht, dass eine Therapie rasch eingeleitet werden muss. Ein über längere Zeit erhöhter Blutdruck schädigt wichtige Organe wie Herz, Gehirn und Nieren. Durchblutungsstörungen am Herzen (KHK), Herzinfarkt und Schlaganfall, Herzschwäche und Nierenversagen können daraus resultieren. Auch die Augen können unter andauernd erhöhten Blutdruckwerten leiden. Hier kann es durch Veränderungen der Netzhaut zu einer Sehverschlechterung kommen.
Diagnose
Zu jeder Diagnosestellung gehört ein gründliches Arztgespräch – das gilt auch bei Bluthochdruck. Beschwerden und Gewohnheiten werden dabei ebenso abgefragt wie Belastungen während Arbeit und Freizeit. Wichtigster Teil der Diagnosestellung ist die Messung des Blutdrucks. Er wird in zwei Werten angegeben: einem höheren, dem sogenannten systolischen Blutdruck und einem niedrigeren, dem diastolischen Blutdruck. Der erste entsteht, während das Herz das Blut in den Körper pumpt. Der zweite während sich das Herz erneut mit Blut füllt, um es anschließend wieder in den Kreislauf zu schicken. Blutdruckwerte werden in der Einheit mmHg angegeben, die allerdings der Einfachheit halber meist weggelassen wird. Man hört nach der Messung in der Regel nur Zahlen, z. B.: „Der Blutdruck ist 130/85“. Als optimal ist ein Blutdruck von 120/80mmHg einzuschätzen. Werte zwischen 120 und 129 bzw. 80 und 84 gelten als normal und die zwischen 130 und 139 bzw. 85 und 89 als hochnormal. Ab Werten über 140 bzw. 90mmHg spricht man von einer Hypertonie, wobei diese sich noch in verschiedene Schweregrade einteilen lässt. Ob und wie behandelt wird, hängt vom Gesamtrisiko des Patienten für Herzkreislauferkrankungen ab. So können hochnormale Blutdruckwerte bei einer Person mit niedrigem Risiko vertretbar sein, während sie bei einem Patienten mit hohem Risiko, z. B. einem Diabetiker, bereits als erhöhte Werte eingestuft werden. Auch eine Langzeitblutdruckmessung über 24 Stunden kann sinnvoll sein. Sie zeigt, ob der Druck ständig erhöht ist oder schwankt.
Therapie
Je eher Bluthochdruck erkannt wird, desto besser können Organschäden und Folgeleiden vermieden werden. Bei erhöhten Werten spielt die Veränderung der Lebensgewohnheiten eine grundlegende Rolle. Dazu gehört, das Rauchen aufzugeben, Gewicht zu reduzieren und den Alkoholkonsum einzuschränken. Hinzu kommt viel Bewegung und Sport – und nicht zu vergessen eine gesunde, ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse, wenig Kochsalz und tierischen bzw. gesättigten Fetten. Meist ist zur Behandlung einer Hypertonie die Einnahme von Medikamenten notwendig. Dabei bieten sich verschiedene Wirkstoffklassen und deren Kombinationen an. Die konkrete ärztliche Empfehlung ist dann abhängig vom Schweregrad des Bluthochdrucks sowie von eventuellen Begleitkrankheiten.