Abbott: Therapiegebiet Nierenerkrankung
Der selektive Vitamin-D-Rezeptor-Aktivator ist ein Medikament zur Behandlung des sekundären Hyperparathyreoidismus. Diese Erkrankung ist eine Folgekrankheit bei chronischer Nierenerkrankung und geht mit Komplikationen des Knochen- und Herz-Kreislaufsystems einher.
Weitere Informationen erhalten Sie unter:
www.hyperpara.de
Nierenerkrankung: alarmierende Zahlen
Die Aufgaben der menschlichen Nieren sind vielfältig: Täglich fließen etwa 1.700 Liter Blut durch die Nieren. Sie filtern das Blut und scheiden Substanzen sowie unerwünschte Stoffe aus. Neben der Entgiftung regulieren die Nieren den Wasserhaushalt des Körpers. Zudem steuern sie den Blutdruck und die Blutbildung durch Hormone sowie den Knochenstoffwechsel durch die Bildung von Vitamin D. Jede Nierenerkrankung kann daher für den Menschen lebensbedrohlich sein und erfordert wirkungsvolle Therapien.
Die Zahlen sind alarmierend: Rund zehn Prozent aller Deutschen leiden an einer Nierenerkrankung. Rund 80.000 chronisch Nierenkranke müssen regelmäßig zu einem Blutreinigungsverfahren, genannt Dialyse. Und die Zahl derjenigen mit Nierenversagen wächst pro Anno zwischen drei und fünf Prozent. Besonders gravierend ist der Anstieg in der Altersklasse zwischen 65 und 75 Jahren. Hier legen die Raten schneller zu als die Bevölkerung altert. Als Ursachen gelten Volkskrankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes und der Nikotinkonsum. Studien haben ergeben, dass rund 40 Prozent aller Diabetespatienten langfristig Nierenschäden entwickeln, bis zu 15 Prozent aller Hochdruckpatienten sterben an einer Nierenerkrankung.
Krankheitsbild
Verschiedenste Krankheiten können sich an den Nieren manifestieren, beispielsweise Nierensteine, Nierenkrebs oder Entzündungen der Niere. Dies führt häufig zu akuten oder chronischen Nierenversagen. In beiden Fällen funktionieren die Nieren nicht mehr oder nur in sehr geringem Umfang. Das chronische Nierenversagen entwickelt sich über Monate bis Jahre. Ist die Nierenfunktion leicht eingeschränkt, merken die Patienten bis auf Leistungsschwäche und Müdigkeit zunächst meist nichts. Im fortgeschrittenen Stadium kommt es zu geringerer Urinausscheidung, Ödemen, Bluthochdruck, Blutarmut, Muskelschwäche und Appetitlosigkeit.
Ursachen
Chronisches Nierenversagen kann viele Ursachen haben. So können zu häufig oder falsch eingenommene Schmerzmittel das Nierengewebe schädigen. Etwa jede fünfte Nierenerkrankung ist Folge eines lange bestehenden „Diabetes mellitus“, der so genannten Zuckerkrankheit. Rund 20 Prozent der Fälle werden durch chronische Nierenentzündungen verursacht, 15 Prozent durch Nierenbeckenentzündung und etwa zehn Prozent durch Bluthochdruck. Eine häufige Ursache von akutem Nierenversagen sind Blut- und Flüssigkeitsverluste bei großen Operationen oder nach Unfällen.
Diagnose
Viele Beschwerden wie Rückenschmerzen, blutiger Urin, Wassereinlagerungen im Gewebe oder erhöhter Blutdruck sind nicht unbedingt typisch für eine Nierenerkrankung. Daher gilt: Bei einem Verdacht muss eine Urin- und Blutuntersuchung folgen. Tatsächlich merken viele Betroffene erst nichts von der Krankheit. Bei akutem Versagen stellt eine Niere allerdings innerhalb kurzer Zeit, das heißt in wenigen Tagen bis Wochen, die Funktion ein.
Therapie
Bei chronischem Nierenversagen beginnt die Therapie mit der Ursachenbekämpfung. So soll verhindert werden, dass die Krankheit fortschreitet. Durch einen veränderten Lebensstil, strikte medikamentöse Einstellung des Blutdrucks und die Behandlung von Begleiterkrankungen ist es heute aber vielfach möglich, das Fortschreiten des Leidens zu hemmen oder zu stoppen. In schweren Fällen ist eine Dialyse oder Nierentransplantation notwendig. Es ist daher sehr wichtig, die Erkrankung früh zu erkennen. Bei akutem Nierenversagen zeigen Urin- und Bluttest die Schwere der Erkrankung an. Die Therapie orientiert sich daran. Oft müssen Betroffene länger stationär im Krankenhaus behandelt werden. Dort wird mit Medikamenten, richtiger Ernährung und viel Flüssigkeit die Nierenfunktion wieder hergestellt und der Kreislauf des Patienten stabilisiert. Manchmal ist zudem eine Dialyse notwendig.