Abbott: Therapiegebiet Psoriasis-Arthritis
Neue Therapieformen können die Entzündungsprozesse bei einer Psoriasis-Arthritis schnell und nachhaltig positiv beeinflussen. So genannte Biologika wie z.B. TNF-α -Blocker greifen in das fehlgesteuerte Immunsystem ein. Abbott bietet Ärzten und Patienten ein hochwirksames Medikament in Form eines humanen TNF-α-Blockers. Dieser reduziert ein Übermaß des Botenstoffes TNF-α und hilft dabei, das komplexe Gleichgewicht im körpereigenen Abwehrsystem wiederherzustellen.
Weitere Informationen erhalten Sie unter:
www.abbott-care.de
Psoriasis-Arthritis: neue Therapien beeinflussen Entzündung
Der Name verdeutlicht, dass das Leiden eine Kombination von zwei Erkrankungen ist: Bei der Psoriasis-Arthritis tritt eine Schuppenflechte (Psoriasis) in Kombination mit einer Gelenkarthritis auf. Schmerzhaft gerötete und geschwollene Gelenke sind typisch für diese chronisch-entzündliche Erkrankung.
Bei etwa fünf bis fünfzehn Prozent der an Schuppenflechte Erkrankten tritt im Laufe des Lebens auch die Psoriasis-Arthritis auf. Die Hautsymptomatik geht einer Gelenksymptomatik im Schnitt zehn Jahre voraus. Betroffen sind häufig die Gelenke an den Enden der Finger und Zehen, die Handgelenke, Knie, Knöchel und auch die der unteren Wirbelsäule. Schreitet die Entzündung fort, kann es zur Zerstörung von Knorpel und Knochen und damit zu Funktionseinschränkungen kommen.
Krankheitsbild
Fast alle Patienten, die eine Psoriasis-Arthritis entwickeln, leiden zunächst unter der Schuppenflechte. Hierbei kommt es zumeist an den Ellenbogen, den Knien oder dem behaarten Teil der Kopfhaut zu Hautrötungen. Die Haut ist an diesen Stellen verdickt und schuppig. Kratzt man sie ab, kommt es leicht zu kleinen, punktförmigen Blutungen. Die Rötung und Verdickung der betroffenen Hautstellen wird durch ein gesteigertes Wachstum der darunter liegenden Hautzellen bewirkt. Um die äußere Hautschicht zu erneuern, teilen sie sich normalerweise nur so oft, dass es etwa vier Wochen dauert, bis eine neue verhornte Zelle die Hautoberfläche erreicht hat. Im Falle einer Psoriasis dauert dieser Vorgang jedoch nur drei bis sieben Tage, es entstehen also Hautzellen im Übermaß.
Charakteristisch für die Psoriasis-Arthritis sind neben den wurstförmig deformierten Fingern und Zehen, die durch entzündliche Veränderungen aller Gelenke eines Fingers oder einer Zehe entstehen, auch die Veränderungen der Finger- oder Fußnägel. So weist ein Großteil der Patienten stecknadelkopfgroße Vertiefungen in den Nägeln auf. Auch gelblich verfärbte „Ölnägel“ können auftreten. In manchen Fällen kommt es zu Entzündungen des Auges, deren Symptome denen einer Bindehautentzündung ähneln.
Ursachen
Die Ursachen für eine Psoriasis-Arthritis sind nach wie vor unbekannt. Es wird heute vermutet, dass bestimmte zurückliegende Infektionen, Umwelteinflüsse, aber auch genetische Faktoren eine Rolle spielen. Sowohl die Psoriasis als auch die Psoriasis-Arthritis sind derzeit noch nicht heilbar.
Diagnose
Psoriasis-Arthritis tritt zumeist im Alter von 30 bis 55 Jahren erstmals auf. Für den Arzt ist sie dabei nur schwer von anderen ähnlichen Erkrankungen zu unterscheiden, denn es gibt keine etablierten Testverfahren. Das gleichzeitige Auftreten bestimmter Kriterien wie entzündliche Erkrankung an Gelenken/Wirbelsäule/Sehnenansätzen, eine Schuppenflechte aktuell bestehend oder bei Verwandten 1. oder 2. Grades, typische Veränderungen der Nägel, Schwellung eines vollständigen Fingers/ Zehs weisen oft auf eine Psoriasis Arthritis hin. Bei der Abgrenzung zur Rheumatoiden Arthritis kann eine Blutuntersuchung helfen. Diese ermöglicht zwar keinen eindeutigen Nachweis der Erkrankung, jedoch ist bei einer Psoriasis-Arthritis der Rheumafaktor im Blut meistens negativ.
Therapie
Bei leichteren Erkrankungsformen kommen erst schmerzstillende, entzündungshemmende Mittel wie Diclofenac zum Einsatz. Kortisonpräparate werden zur Behandlung von Krankheitsschüben genutzt. Schwere Erkrankungsformen werden mit so genannten Basistherapeutika wie Cyclosporin oder Methotrexat behandelt. Sie vermindern die Krankheitsaktivität, wirken jedoch eher unspezifisch und zumeist erst nach mehreren Monaten. Krankengymnastik, physikalische Therapie wie Kälte- oder Wärmebehandlung und Ergotherapien unterstützen die medikamentöse Behandlung.
Intensive Forschung hat dazu geführt, dass die Krankheitsprozesse heute besser verständlich sind. Als Folge wurden innovative Biologika entwickelt, die an der Ursache, der Entzündung, ansetzen. Während bisherige Therapieansätze meist entweder gegen die Hautsymptome oder die Gelenksymptome gerichtet waren, können mit Hilfe dieser Arzneimittel die unterschiedlichen Symptome einer Psoriasis-Arthritis gleichzeitig erfolgreich behandelt werden.