Störungen der Regelblutung – lästig, störend und unvorhersehbar
Frauen sind Regelblutungsstörungen nicht ganz fremd. Die meisten erinnern sich noch an die ersten Monatsblutungen in der Pubertät. Diese waren nicht immer regelmäßig. Der 4 Wochen Zyklus war verlängert oder verkürzt und die Blutungen waren mal stärker und mal weniger stark, bis sich regelmäßige Zyklen eingespielt haben. Frauen kennen somit ihren Zyklus sehr gut und wissen, wann es wieder so weit ist. Wenn jedoch Regelblutungsstörungen im Erwachsenenalter auftreten, sieht die Situation anders aus. Die „Planungssicherheit“ fällt weg. Unvorhersehbar – im Theater, im Schwimmbad, beim Sport oder auch bei einem Stadtbummel – treten Blutungen auf. Letztere können jedoch auch einfach ausbleiben.
Die weiblichen Geschlechtshormone – Östrogen und Progesteron – steuern den Monatszyklus. Jeden Monat reift abwechselnd im rechten oder linken Eierstock eine Eizelle, umgeben von einem Eibläschen heran. In der Mitte des Monatszyklus und nach abgeschlossenem Reifungsvorgang findet der Eisprung statt. Die „freigelassene“ Eizelle wandert im Eileiter Richtung Gebärmutter und ist zur Befruchtung bereit. Tritt keine Befruchtung ein, kommt es klassischerweise zur Regelblutung. Dieser monatlich immer wiederkehrende Vorgang ist einem exakten „Regelwerk“ unterworfen. Denn schon in der ersten Hälfte des Zyklus, während der Heranreifung der Eizelle, wird im Eibläschen durchgehend Östrogen hergestellt. Letzteres unterstützt den Reifungsvorgang und sorgt für den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut. An Tag 14, also zum Zeitpunkt des Eisprungs, fällt der Östrogenspiegel stark ab. Das im Eierstock verbliebene Eibläschen wird zum Gelbkörperchen umgewandelt. Dieses ist dann in der 2. Phase des Zyklus zusätzlich für die Herstellung des anderen Geschlechtshormons, dem Progesteron zuständig. Unter dem Einfluss von Progesteron wird die Gebärmutterschleimhaut darauf vorbereitet, optimale Bedingungen zur Einnistung der Eizelle zu schaffen. Bleibt die Befruchtung aus, fallen die Blutspiegel beider Geschlechtshormone am Ende des Zyklus ab und lösen so die Monatsblutung aus.
Ursachen
Der Monatszyklus ist hormonell geregelt. Wie bereits erwähnt, geht nach dem Eisprung das Eibläschen in den hauptsächlich Progesteron-produzierenden Gelbkörper über. Gelingt dieser Übergang nicht oder nur unzureichend, wird kein oder zu wenig Gelbkörperhormon gebildet. Wenn dies im frühen bis mittleren Erwachsenenalter auftritt, liegt eine Gelbkörperschwäche vor. Zu einem späteren Zeitpunkt – ab Mitte 40 – kann dies ein erster Hinweis auf die nahenden Wechseljahre sein. Das Ergebnis sind in jedem Fall verkürzte oder verlängerte Monatszyklen und Veränderungen im Blutungsmuster. Die Stärke der Blutungen hängt auch von der Konzentration des Östrogens ab, das dann die Oberhand gegenüber dem Gelbkörperhormon gewinnt. Das klingt alles etwas kompliziert – ist es auch, zumal auch noch andere Faktoren Einfluss auf den Monatszyklus nehmen können. Seltener können Regelblutungsstörungen auch durch nicht-hormonelle Ursachen wie angeborene Fehlbildungen der Geschlechtsorgane oder Myome, Polypen u. a. verursacht werden. Diese bedürfen dann oftmals einer weiteren ärztlichen Abklärung oder eines chirurgischen Eingriffs.
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Diagnose
Therapie

