Abbott - Therapiegebiet Reizdarm-Syndrom
Menschen mit Reizdarm-Syndrom nehmen häufig verschiedene Medikamente ein. Abbott setzt auf ein Präparat, dass die typischer Reizdarm-Symptome wie Bauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung sowie Blähungen lindert. Es kann die glatte Muskulatur des Magen-Darm-Traktes – besonders des Dickdarms – entspannen, Blähungen reduzieren, Verstopfung und Durchfall beheben.
Reizdarm – Volkskrankheit mit vielen Gesichtern
Krampfartige Schmerzen und Druck im Unterbauch: Diese Probleme kennen viele Menschen. Mediziner beschreiben die Beschwerden mit Reizdarm oder auch als Reizdarm-Syndrom – kurz RDS. Ein Reizdarm kann überaus schmerzhaft sein, ist aber in der Regel ungefährlich. Hinzu kommt: Die Beschwerden lassen sich gut behandeln.
Ein Reizdarm-Syndrom ist eine häufige, chronische Erkrankung des Darms. Fünf bis 15 Millionen Deutsche sind Schätzungen zufolge von RDS betroffen. Damit gehört RDS zu den am meisten verbreiteten Krankheiten des Verdauungstrakts. Bei der Hälfte der Betroffenen beginnen die Beschwerden vor dem 35. Lebensjahr. Frauen leiden doppelt so oft an RDS wie Männer. Allerdings wird die Krankheit auch bei Kindern, bei Jugendlichen sowie bei älteren Menschen diagnostiziert.
Ursachen
Lange galt das Reizdarm-Syndrom als funktionelle Krankheit. Heißt: Eine organische Störung ist nicht gegeben. Zwar sind die genauen Ursachen immer noch nicht bekannt, doch als Auslöser werden immer mehr bestimmte Immunzellen vermutet – die sogenannten Mastzellen. Eine aktuelle Studie unter Federführung von Ärzten der Universität Bonn etwa fand bei vielen Patienten mit schwerer Reizdarm-Symptomatik deutliche Hinweise auf eine krankhafte Mastzell-Überaktivität. Durch eine ganze Reihe medizinischer Studien belegt ist zudem die Überempfindlichkeit des Magen-Darm-Kanals. Bei RDS-Patienten ist also die Wahrnehmung normaler Verdauungsvorgänge schmerzhaft gesteigert. Die Deutsche Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) geht zudem von weiteren möglichen Ursachen aus. Dazu können laut DGVS eine frühere bakterielle Darminfektionen gehören, Alltagsbelastungen und negative Lebensereignisse, eine Ernährungsweise mit zu wenigen Ballaststoffen und zu viel Fett oder auch eine Nahrungsmittel-Unverträglichkeit wie Laktose-Intoleranz.
Krankheitsbild
Typisch bei RDS sind erhebliche Schmerzen im Unterbauch. Zwar lassen die Beschwerden nach dem Stuhlgang nach, häufig setzen sie wenig später aber wieder ein. Die Symptome von RDS sind sehr vielfältig – sie reichen von einem aufgeblähten Bauch mit krampfartigen Schmerzen über Durchfall, Blähungen, Völlegefühl bis zu Verstopfung. Zudem klagen RDS-Patienten häufig über Sodbrennen, Kopf- und Gliederschmerzen, Erschöpfung, Schluckbeschwerden, Kreislaufprobleme, Herzrasen, Atemnot, starkes Schwitzen, innere Unruhe, depressive Verstimmungen und Angststörungen. Viele Betroffene sprechen auch von einem Gefühl „unvollständiger Entleerung“. Erhebliche Beschwerden treten bei etwa fünf Prozent der Betroffenen auf – dann sind die Schmerzen häufig sowie stark und die Symptome beeinträchtigen die täglichen Aktivitäten erheblich. Allerdings ist RDS nicht gefährlich; auch Komplikationen sind unbekannt.
Diagnose
Entscheidend beim Erkennen von RDS ist, dass nicht alle Symptome gleich ausgeprägt sein müssen. Außerdem zeigen sie sich meist nur tagsüber. Für die Diagnose ist daher ein vertrauensvolles, ausführliches Patientengespräch über die Beschwerden wichtig. Außerdem sollte die Lebenssituation des Kranken genau analysiert werden. Oft wird geraten, ein Beschwerde-Tagebuch zu führen. Um schwerwiegende Erkrankungen wie Darmkrebs oder Morbus Crohn auszuschließen, können Blutuntersuchungen, Darmspiegelung, Atemtests sowie Ultraschall durchgeführt werden. Treten Symptome wie Fieber, Blut im Stuhl oder Gewichtsverlust auf, sollte man allerdings umgehend einen Arzt aufsuchen. Denn diese Symptome können auf eine schwere Erkrankung hinweisen.
Therapie
Befindet sich der Patient in einer anstrengenden Lebenssituation wird zu einem Stressabbau-Programm geraten. Hier können unter anderem Yoga, Progressive Muskelentspannung, körperliche Bewegung an der frischen Luft sowie genügend Schlaf hilfreich sein. Bei psychischen Problemen empfiehlt sich eine Kurzzeit-Psychotherapie. Aber auch eine gesunde Ernährungsweise wirkt sich positiv auf das Reizdarm-Syndrom aus: Abwechslungs- sowie ballaststoffreiche Kost mit möglichst wenig Fett kann die Beschwerden lindern. Blähende Kost wie zum Beispiel Kohl und Hülsenfrüchte sollten für RDS-Patienten Tabu sein. Halten die Beschwerden trotz einem gesunden Lebensstil sowie vernünftiger Ernährungsweise an, können Medikamente helfen. Da die RDS-Symptome vielseitig sind, kommen krampflösende, schmerzlindernde, verstopfungs- oder auch durchfallmindernde Präparate zum Einsatz.