- Home
- Unternehmen
-
Mensch & Gesundheit
-
Therapiebereiche
- Bauchspeicheldrüse
- Bluthochdruck
- Diabetes
- Fehlsichtigkeit
- Feigwarzen
- Fettstoffwechselstörungen
- Gefäßtherapie
- Grauer Star
- Grippeschutzimpfung
- Herzinfarkt
- HIV/AIDS
- Jugend-Rheuma
- Medizinische Ernährung
- Morbus Bechterew
- Morbus Crohn
- Nierenerkrankung
- Plaque-Psoriasis
- Psoriasis-Arthritis
- Regelblutungsstörungen
- Reizdarm
- Rheumatoide Arthritis
- RS-Virusinfektion
- Scheideninfektionen
- Schwindel
- Testosteronmangel
- Verstopfung
- Vitaminmangel
- Vollnarkose
- Wechseljahre
- Diagnostik
-
Therapiebereiche
- Forschung & Entwicklung
- Karriere
- Presse
RS-Virusinfektion: Gefahr für Säuglinge
Jedes Jahr stecken sich weltweit Millionen Babys mit einem speziellen Erreger von Atemwegserkrankungen an: dem RS-Virus (Respiratory Syncytial Virus). Das Virus ist verantwortlich für viele Fälle von akuter Bronchitis bei Säuglingen und kleinen Kindern. Ungefähr zwei Drittel aller Babys infizieren sich mit dem Virus im ersten Lebensjahr, und mit zwei Jahren hat fast jedes Kind schon eine Infektion durchgemacht.
Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO gibt es weltweit jährlich 64 Millionen RS-Virusinfektionen. Eine Infektion äußert sich bei gesunden Erwachsenen und älteren Kindern meistens durch eine normale Erkältung mit leichtem Schnupfen und geringem Fieber. Bei Babys und Kleinkindern ist das Virus jedoch Hauptverursacher von schweren Atemwegserkrankungen. Bei jungen Säuglingen kann die Erkrankung sogar lebensbedrohend sein.
Krankheitsbild
Das RS-Virus breitet sich vor allem in den Herbst-, Winter- und Frühjahrsmonaten, zwischen September und April, aus. Von der Ansteckung bis zur Erkrankung dauert es im Schnitt zwei bis acht Tage. Danach zeigen sich Symptome wie Schnupfen und Fieber mit 38 bis 39,5 Grad Celsius. Das Kind beginnt zu husten und hat möglicherweise Atembeschwerden. Häufig kommt es zu einer Bindehautentzündung oder als Zusatzinfektion zu einer bakteriellen Mittelohrentzündung. Fieber und Atembeschwerden bewirken, dass die Kinder oft viel Flüssigkeit verlieren. Kalte, trockene, blasse Haut, schneller Puls, eingesunkene Augen und Schläfrigkeit können Anzeichen dafür sein.
Risikofaktoren
Bestimmte „Risikokinder“ sind in ihren ersten Lebensmonaten besonders gefährdet, eine schwere RS-Virusinfektion zu bekommen. Hierzu gehören neben Kindern mit Lungenerkrankungen oder bedeutsamen angeborenen Herzfehlern auch frühgeborene Babys. Immerhin erblickt In Deutschland fast jedes zwölfte Baby zu früh das Licht der Welt. Das sind etwa 60.000 Kinder pro Jahr. Für diese Babys ist der Start ins Leben schwierig. Durch die verkürzte Zeit im Mutterleib sind die Organe noch nicht vollständig entwickelt und in ihrer Funktion eingeschränkt. Daher drohen diesen Kindern eine Reihe von möglichen Komplikationen und Erkrankungen.
Therapie
Bei einer akuten Infektion mit dem RS-Virus gibt es bis heute keine Therapie, die die Ursachen der Erkrankung bekämpft. Es besteht nur die Möglichkeit, die Symptome zu behandeln. So werden bei manchen Kindern beispielsweise Medikamente, die die Atemwege erweitern, eingesetzt. Wenn ein Kind aufgrund einer RS-Virusinfektion einen schweren Krankheitsverlauf entwickelt, können sogar ein Aufenthalt in der Klinik und künstliche Beatmung notwendig werden.
Vorbeugung
Um gefährdete Kinder vor dem RS-Virus zu schützen, kann neben der Einhaltung von Vorsichtsmaßnahmen, wie beispielsweise gründliches Händewaschen, auch eine medikamentöse Behandlung mit einem so genannten Antikörper das kindliche Immunsystem schützen.

