Abbott - Therapiegebiet Schwindel
Bei starkem Schwindel können spezielle Medikamente den Patienten Linderung verschaffen. Abbott hat für Schwindelzustände im Rahmen des Menièreschen Symptomenkomplexes ein Präparat mit dem Wirkstoff Bethahistin entwickelt. Dieses Medikament ist besonders zur Therapie von Funktionsstörungen des Gleichgewichtsorgans bei Morbus Menière geeignet, die mit Schwindel, Übelkeit und Erbrechen sowie Ohrgeräuschen einhergehen. Das Präparat ist verschreibungspflichtig und in unterschiedlichen Dosierungen erhältlich.
Download Informationsmaterial
Schwindel – Leben aus dem Gleichgewicht
Fast jeder Mensch kennt ihn: den Schwindel. Ob ein Blick aus großen Höhen, eine Seereise oder kurvige Autofahrten – die Umgebung scheint sich zu drehen, der Boden schwankt. Doch für viele ist Schwindel mehr als nur ein unschönes Gefühl. Schwindel kann heftig sein sowie lang dauern und damit das Leben aus dem Gleichgewicht bringen. Man reduziert Aktivitäten und ist weniger mobil. Vor allem ältere Menschen können stürzen und sich schwer verletzen. Starke Schwindelgefühle müssen daher behandelt werden.
Störungen des Gleichgewichts werden von Menschen als Schwindel wahrgenommen. Sie empfinden den umgebenden Raum oder Bewegungen dann als unangenehm verzerrt. In der hausärztlichen Praxis berichtet etwa jeder zehnte Patient davon. Besonders oft sind ältere Menschen betroffen: 30 Prozent der über 65-Jährigen leiden regelmäßig daran. Doch Schwindel gilt nicht als eigene Erkrankung. Er ist ebenso wie Kopfschmerzen meist ein Alarmzeichen des Hirns, also ein Symptom für eine Störung des Gleichgewichtssystems.
Ursachen
Schwindel hat viele Ursachen: Bislang sind rund 300 Auslöser bekannt.
Es kommt zu Schwindel, wenn die drei Gleichgewichtszentren im menschlichen Gehirn kein passendes Bild der Umgebung mehr wiedergeben können. Die räumliche Orientierung und die Wahrnehmung von Bewegungen verzerren sich. In der Medizin unterscheidet man zwei Arten von Schwindel. Der sogenannte „vestibuläre“ Schwindel entsteht durch ein gestörtes Gleichgewichtssystem. Das ist beispielsweise bei Krankheiten gegeben wie Morbus Menière, Durchblutungsproblemen im Innenohr, einer speziellen Art der Migräne sowie Entzündungen des Gleichgewichtsnervs. Der „nicht vestibuläre“ Schwindel hingegen hat seinen Ursprung zum Beispiel im Bluthochdruck, zu niedrigem Blutdruck sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder auch psychischen Störungen.
Krankheitsbild
Schwindel kommt in ganz verschiedenen Formen vor: Er kann plötzlich und ohne Anzeichen auftreten. Manche Attacken dauern nur Sekunden, teilweise bleibt der Schwindel für Stunden oder sogar Tage und Monate bestehen. Wer ständig Schwindel fühlt, leidet an chronischen Beschwerden. Begleitet wird Schwindel häufig von Übelkeit, Erbrechen und Ohrgeräuschen, von Ohrenschmerzen sowie Hörproblemen, von Unwohlsein, Gleichgewichtsstörungen, Augenzittern, Schweißausbrüchen sowie Herzrasen. Je nach Stärke und Dauer des Anfalls wird der Alltag vieler Patienten unerträglich. Bei Attacken können sie ihren Beruf nicht mehr ausüben. Oder sie trauen sich nicht mehr aus dem Haus. Besonders bei älteren Menschen kann es zu Stürzen kommen, die häufig Knochenbrüche nach sich ziehen.
Diagnose
Schwindel hat meist keine ernsthaften Ursachen. Es ist jedoch wichtig, den genauen Grund für die Beschwerden festzustellen. Dafür fragt der - Arzt zuerst nach der Art des Schwindels. Unterschieden werden z.B. Dreh-, Schwank- und Liftschwindel sowie Ohnmacht oder auch Taumeligkeit. Zudem werden der Ablauf sowie die Dauer des Schwindelgefühls analysiert. Je nachdem, wie stark Patienten beeinträchtigt sind, folgen Untersuchungen der Ohren und der Augen. Auch Blutbild, EKG sowie bildgebende Verfahren wie Computer Tomographie helfen bei der Diagnose. Unter Umständen testet der Arzt zudem die Funktionsfähigkeit der Nervenbahnen durch neurologische Untersuchungen. Wird der Schwindel eher psychisch ausgelöst zum Beispiel durch Angsterkrankungen oder Panikattacken, kann ein Psychologe oder Psychiater bei der Diagnose unterstützen.
Therapie
Je nach Schwindelursache greifen unterschiedliche Therapien. Diese können physio- oder psychotherapeutische sowie medikamentöse Maßnahmen umfassen. Oft sind mehrere Therapieansätze gleichzeitig sinnvoll. Mit krankengymnastischen Übungen lassen sich beispielsweise Gleichgewicht und Gang trainieren. Eine Verhaltenstherapie kann bei psychischen oder psychosomatischen Ursachen sinnvoll sein. Bei heftigem Schwindel mit Übelkeit bietet sich eine medikamentöse Behandlung mit sogenannten Antivertiginosa an. Die Präparate werden kurzzeitig eingesetzt. Sie wirken beruhigend und dämpfend auf das Brechzentrum im Gehirn sowie auf das Gleichgewichtszentrum. Tritt Schwindel immer wieder auf, kann der Aufenthalt in einer Schwindelambulanz empfehlenswert sein.