Folsäuremangel: ein häufiger Vitaminmangel
Für Menschen sind Vitamine lebenswichtig. Sie helfen Energie zu gewinnen, stärken das Immunsystem und bauen verschiedenste Zellen des Körpers mit auf. Ein Mangel kann daher gravierend sein. In Deutschland nehmen Menschen besonders häufig zu wenig Vitamin B9 zu sich – auch bekannt als Folsäure. Vor allem Schwangere sollten ausreichend mit Folsäure versorgt werden: Ein Defizit kann das Risiko von Fehlbildungen bei Neugeborenen erhöhen.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung warnt: Hierzulande würden Männer nicht einmal zwei Drittel der empfohlenen Menge Folsäure über die Nahrung aufnehmen. Bei Frauen seien es nur etwas mehr als die Hälfte, und bei Kindern und Jugendlichen liege die Tagesration im Schnitt bei unter 50 Prozent. Ein Grund: Lebensmittel wie Spinat, Salat, Kohl, Brokkoli oder Nüsse, die viel Folsäure enthalten, werden nicht ausreichend gegessen. Dabei ist die tägliche Aufnahme des Nährstoffs so wichtig, denn der menschliche Organismus kann Folsäure, ebenso wie alle anderen Vitamine, nicht selbst bilden.
Folsäure-Funktion
Die wasserlösliche Folsäure wurde 1941 zum ersten Mal aus Spinatblättern isoliert. Aus dem lateinischen Begriff „folium“ – Blatt – leitet sich daher auch der Name ab. In seiner natürlichen Formen findet sich das Vitamin in Gemüse, aber auch in Obst und Vollkorngetreide sowie in Leber, Eigelb und Nüssen. Es übernimmt lebenswichtige Funktionen, fördert vielfältige biochemische Reaktionen im Körper und unterstützt die Versorgung der Körperzellen mit Energie.
Folsäure spielt bei der Teilung sowie beim Wachstum von Zellen eine wichtige Rolle. Sie wird für die Herstellung der sog. Nukleinsäuren gebraucht, die als Bausteine unserer Gene dienen. Besonders in Geweben, die sich häufig erneuern, muss die genetische Erbsubstanz DNA immer wieder vervielfältigt werden. Hierfür ist Folsäure von zentraler Bedeutung.
Um die wesentlichen Funktionen der Folsäure im Körper erfüllen zu können, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung eine tägliche Zufuhr von 400 Mikrogramm. Aufgrund des höheren Bedarfs bei Schwangeren und Stillenden wird diesen eine tägliche Zufuhr von 600 Mikrogramm empfohlen. Alle Frauen vor und während des ersten Schwangerschaftsdrittels sollten darüber hinaus zusätzliche 400 Mikrogramm Folsäure in Form von Nahrungsergänzungsmitteln einnehmen.
Ursachen
Symptome und Folgen
Diagnose

