- Home
- Unternehmen
-
Mensch & Gesundheit
-
Therapiebereiche
- Bauchspeicheldrüse
- Bluthochdruck
- Diabetes
- Fehlsichtigkeit
- Feigwarzen
- Fettstoffwechselstörungen
- Gefäßtherapie
- Grauer Star
- Grippeschutzimpfung
- Herzinfarkt
- HIV/AIDS
- Jugend-Rheuma
- Medizinische Ernährung
- Morbus Bechterew
- Morbus Crohn
- Nierenerkrankung
- Plaque-Psoriasis
- Psoriasis-Arthritis
- Regelblutungsstörungen
- Reizdarm
- Rheumatoide Arthritis
- RS-Virusinfektion
- Scheideninfektionen
- Schwindel
- Testosteronmangel
- Verstopfung
- Vitaminmangel
- Vollnarkose
- Wechseljahre
- Diagnostik
-
Therapiebereiche
- Forschung & Entwicklung
- Karriere
- Presse
Anästhesie: der wichtige Schlaf
Jedes Jahr werden in Deutschland rund zwölf Millionen Operationen ambulant und stationär an Menschen durchgeführt. Teil- oder Vollnarkosen sind dabei in der Regel unumgänglich.
Was ist der Unterschied zwischen Voll- und Teilnarkose?
Heute gibt es eine Reihe Möglichkeiten, den Schmerz im Operationsgebiet gezielt auszuschalten. Dabei bleibt der Patient bei Bewusstsein. Über die Form der Anästhesie entscheiden die Art des Eingriffs sowie mögliche Risikofaktoren. Kleinere Eingriffe werden mit einer lokalen Betäubung durchgeführt, bei größeren Operationen, die den Patienten deutlich belasten, wird der Anästhesist eher eine Vollnarkose mit Ausschaltung des Bewusstseins empfehlen.
Was genau ist eine Vollnarkose?
Die Vollnarkose ist ein medikamentös herbeigeführter, kontrollierter und reversibler Zustand der Bewusstlosigkeit. Dabei werden im gesamten Körper durch Lähmung des zentralen Nervensystems neben dem Bewusstsein sowohl die Schmerzempfindung, die Abwehrreflexe als auch die Muskelspannung ausgeschaltet.
Warum sind Vollnarkosen nötig?
Ein künstlicher Tiefschlaf, bei dem Patienten keine Schmerzen verspüren, bringt bei vielen medizinischen Eingriffen große Vorteile. Tatsächlich machen Vollnarkosen erst bestimmte medizinische Operationen möglich. Selbst kleinere Eingriffe etwa in der Bauchhöhle sind ohne völlige Muskelerschlaffung unmöglich. Narkosen verringern zudem das Risiko bei Eingriffen. Allein durch die Vermeidung von Stress bei einer Operation hilft die Narkose, langfristige Gefährdungen des Patienten zu verhindern.
Was sollte vor einer Vollnarkose gemacht werden?
Vor einem Eingriff bespricht der Anästhesist mit dem Patienten die Narkose. Es wird dabei einerseits über die Narkose informiert, andererseits gilt es, ein genaues Bild vom Patienten zu erhalten. So müssen bestimmte Medikamente vor einem chirurgischen Eingriff abgesetzt werden. Wenn nötig, werden zudem noch Tests wie Lungenfunktionsuntersuchung oder Ultraschall des Herzens vor der Operation durchgeführt. Denn die Sicherheit des Patienten hat oberste Priorität.
Wie werden Vollnarkosen vorbereitet?
Die Vollnarkose wird mit einem starken Schlafmittel – dem sogenannten Hypnotikum –eingeleitet, das der Anästhesist in der Regel am Arm in die Vene spritzt. In wenigen Augenblicken „schläft“ der Patient und merkt von der Narkose sowie dem Eingriff nichts mehr. Das verwendete Hypnotikum ist so stark, dass es Patienten aber nicht nur in Tiefschlaf versetzt, sondern auch die Muskulatur gelähmt wird und der Atemantrieb verloren geht. Deshalb muss jeder Patient während einer Vollnarkose künstlich beatmet werden.
Wie laufen Vollnarkosen ab?
Es gibt zwei Möglichkeiten, eine Narkose fortzuführen: die Inhalationsnarkose und die „total intravenöse Anästhesie“ – kurz TIVA. Bei der Inhalationsnarkose werden die betäubenden Medikamente über die Atemluft zugeführt. Die Mischung besteht meist aus Sauerstoff für die Atmung, aus Lachgas zur Schmerzausschaltung und ein dem Äther ähnlichem Gas, das den Schlaf erzeugt. Bei der TIVA werden die Medikamente über eine so genannte Verweilkanüle in die Vene verabreicht. Mit einer speziellen Pumpe spritzt der Arzt kontinuierlich ein sehr kurz wirksames Hypnotikum ergänzt durch ein Schmerzmittel sowie gegebenenfalls durch ein zur Muskelerschlaffung führendes Mittel. Welche Methode angewendet wird, hängt vom Zustand des Patienten sowie Eingriff beziehungsweise der Dauer der Operation ab.

